Archiv

Artikel Tagged ‘Wasserschäden’

Gebäudeversicherung: Gebäude gilt bei vorhandenem Hausstand als genutzt

14. März 2012 Keine Kommentare
Wasser by wikimedia Alex Anlicker Gebäudeversicherung: Gebäude gilt bei vorhandenem Hausstand als genutzt

cc by wikimedia/ Alex Anlicker

Generell gilt, dass Hauseigentümer von einem ungenutzten Gebäude alle Wasserleitungen entleeren und absperren müssen, damit es in der kalten Jahreszeit nicht zu Leitungswasserschäden kommt. Kommt man dem nicht nach, kann die Gebäudeversicherung bei einem Schaden ihre Leistungen entsprechend kürzen. Das Oberlandesgericht Schleswig musste sich mit einem Fall befassen, der entschied, wann ein Gebäude als ungenutzt angesehen werden kann.

In dem konkreten Fall war eine ältere Dame in ein Seniorenheim gezogen, hatte jedoch noch fast ihren kompletten Hausstand (rund 90 Prozent) im Haus gelassen. Alle drei Tage kam im Winter jemand vorbei und kontrollierte, ob alle Räume auch ausreichend beheizt waren. Trotzdem kam es an einer unbemerkten Stelle zu einem Leitungswasserschaden. Die Gebäudeversicherung wollte die Leistungen kürzen und argumentierte, dass das Gebäude ungenutzt sei und man daher die Wasserrohre hätte entleeren müssen.

Dies ließen die Richter am Ende jedoch nicht gelten. Ein Gebäude sei sehr wohl genutzt, wenn sich noch fast die vollständigen persönlichen Dinge des Eigentümers im Haus befänden. Da jemand regelmäßig vorbei kam um die Heizung zu kontrollieren, könne man hier auch nicht einmal annähernd von grober Fahrlässigkeit sprechen. Die Gebäudeversicherung musste demnach für den kompletten Schaden aufkommen.

Frostschäden: Leistungen der Wohngebäudeversicherung

8. Februar 2012 Keine Kommentare
Winter by flickr kirinqueen Frostschäden: Leistungen der Wohngebäudeversicherung

cc by flickr/ kirinqueen

Wie haben an dieser Stelle bereits häufiger von möglichen Frostschäden am Haus berichtet. Bei diesen eisigen Temperaturen ist das Thema natürlich aktueller denn je. Viele Hausbesitzer berichten von Wasserschäden, die durch geplatzte Leitungen entstehen. Daher weisen wir noch einmal darauf hin, wie wichtig es ist, dass alle Rohre und Leitungen im Winter entsprechend beheizt werden oder das Wasser abgelassen wird. Wenn das Wasser in den Leitungen gefriert, entsteht ein Druck, der zu einem schweren Schaden führen kann.

Ein weiterer Schadensgrund kann aber auch Wasser sein, dass wieder aufgetaut ist und deshalb aus den Rohren fließt. Deckt die Wohngebäudeversicherungen Leitungswasserschäden ab, so springt sie für diese Schäden ein, wenn der Versicherte seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Dann sind Frost- und Bruchschäden an den Wasserrohren, aber auch an Dampf- und Warmwasserheizungen von der Versicherung abgedeckt.

Kommt es zu Frostschäden an Heizkörpern, Heizkesseln, Sanitäranlagen und Wärmepumpen, springt die Wohngebäudeversicherung ein. Dies gilt auch für die Kosten für Auftauen von Fußbodenheizungen, Rohren oder Heizkörpern.

Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

23. November 2011 Keine Kommentare
Lichtschacht by flickr mazekraemer Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

cc by flickr/ mazekraemer

Aufgrund der steigenden Zahl an Schäden durch Überschwemmungen, ergänzen immer mehr Hausbesitzer ihre Wohngebäudeversicherung durch eine Absicherung gegen Elementarschäden. Damit ist man doch eigentlich bei Überschwemmungen zumindest finanziell auf der richtigen Seite, oder?

Leider gibt es auch hier Einschränkungen wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zeigt. In dem konkreten Fall ging es um einen Hausbesitzer, in dessen Lichtschacht sich nach Starkregen Wasser gesammelt hatte, dass dann im Keller Schäden anrichtete. Er wollte, dass seine Versicherung diesen Schaden reguliert, doch diese weigerte sich mit der Begründung, dass ein vollgelaufener Lichtschacht keine Überschwemmung sei.

Am Ende gaben die Richter dem Versicherer Recht, da man das Wort Überschwemmung im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen müsse. Von einer Überschwemmung im Lichtschacht könne hier also keine Rede sein. Hausbesitzer sollten aus diesem Grund am besten regelmäßig die Lichtschächte kontrollieren, dass das Wasser auch gut abfließen kann.

Wasserbetten und die Hausratversicherung – Worauf muss man achten?

17. Juli 2011 Keine Kommentare

wasserbett 300x268 Wasserbetten und die Hausratversicherung   Worauf muss man achten?

Wasserbett

Bei ausreichender Pflege halten moderne Wasserbetten gut und gerne 15 Jahre. Neben den unbestreitbaren Vorteilen eines Wasserbetts sind allerdings einige Dinge zu beachten, um lange ungetrübte Freude am Wasserbett zu haben. Die Schwachstelle ist der Vinylsack, der den Wasserkern umschließt. Wer hier im Schadensfall auf seine Hausratversicherung baut, kann schnell eines Besseren belehrt werden. Schäden durch austretendes Wasser an der eigenen und unterliegenden Wohnungen können schnell zum finanziellen Desaster werden.

Wer bereits eine Hausratversicherung besitzt, sollte prüfen, welche Deckungsklasse seine Versicherung aufweist. Denn der in der Hausratversicherung standardmäßig abgedeckte Schaden durch Leitungswasser bezieht sich nicht automatisch auch auf Schäden durch ein auslaufendes Wasserbett. In den höheren Klassen kann ein entsprechender Passus bereits enthalten sein, in den niedrigeren ganz sicher nicht. In den meisten Fällen reicht jedoch ein Anruf beim Versicherer. Die Nachmeldung wird dann als zusätzliche Klausel aufgenommen, in der Regel ohne Beitragserhöhung. Lassen Sie sich in jedem Fall vor Unterschrift die Vertragserweiterung vorlegen, das sollte ungefähr so aussehen: „Als Leitungswasser gilt auch Wasser, das aus Aquarien und Wasserbetten bestimmungswidrig ausgetreten ist“.

Nicht zu empfehlen sind Versicherungen, die dieses Risiko ausdrücklich ausschließen und eine zusätzliche Wasserbetten-Versicherung anbieten. Hier sollte geprüft werden, ob die Konkurrenz nicht eine Versicherung anbietet, die die gleichen Leistungen in einem Rundumpaket anbietet.

Achtung: Gezahlt wird im Fall der Fälle nur für Schäden, die durch Lecks im Vinyl entstanden sind. Die Versicherung umfasst die Schäden am Hausrat; das Wasserbett wird nicht ersetzt. Auch nicht die Schäden an fremdem Eigentum, dafür ist wiederum die private Haftpflichtversicherung zuständig. Zusätzlich zur Hausratversicherung sollte auf gleiche Weise die Wohngebäudeversicherung geprüft und aktualisiert werden. Die Hausratversicherung tritt –wie der Name schon sagt- für die Schäden am eigenen Hausrat ein. Für Schäden am Gebäude und Gebäudeteilen ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Wer zur Miete wohnt, informiert seinen Vermieter über das Wasserbett, Wohneigentümer stocken auf gleiche Weise wie bei der Hausratversicherung auf.

Und zum Schluss die gute Nachricht: Auf hundert ausgelaufene Waschmaschinen kommt in Deutschland ein ausgelaufenes Wasserbett…

Schäden an Wasserleitungen: Elektrische Ventile können das Schlimmste verhindern

18. Mai 2011 Keine Kommentare
Rohrbruch by wikimedia Dergreg Schäden an Wasserleitungen: Elektrische Ventile können das Schlimmste verhindern

cc by wikimedia/ Dergreg

Wasserschäden sind nicht nur der Alptraum eines jeden Hausbesitzers, sondern auch nicht selten für die Versicherer, da diese Schäden immer häufiger vorkommen und daher ganz schön ins Geld gehen. Der Grund dafür ist, dass viele Leistungen inzwischen alt sind. Nach aller spätestens 50 Jahren haben nämlich Trinkwasserleitungen ihre Grenznutzungsdauer erreicht.

Daher rät das Kieler Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) aktuell dazu, als Hausbesitzer präventiv vorzusorgen, damit es erst gar nicht zu schlimmen Wasserschäden kommt. Denn selbst, wenn die Wohngebäudeversicherung den Schaden reguliert, hat am Ende jedoch meist der Hauseigentümer den Ärger:

Eventuell müssen Decken und Wände aufgerissen werden, Trocknungsgeräte kommen zum Einsatz und neben der Lärmbelästigung können manche Teile des Hauses in dieser Zeit auch nicht benutzt werden. Hinzu kommen mögliche Schimmelbildung und Co.

Neben den üblichen Wartungen und Ausbesserungsarbeiten rät daher das IFS zu einer Durchflussmessung mit einer automatischen Absperrung. Wenn der Strömungsmesser einen ungewöhnlichen Wasseraustritt erkennt und die Grenzwerte überschritten werden, sperrt das System automatisch ab. Dies verhindert, dass Wasser lange und unkontrolliert austritt. Die Kosten für solch einen Einbau liegen laut dem IFS normalerweise unter 1.000 Euro und lohnen sich vor allem, wenn man das Gebäude für längere Zeit verlässt.