Archiv

Artikel Tagged ‘Sturmschäden’

Wohngebäudeversicherung: Sturmschäden an Grundstücksmauer nicht pauschal abgedeckt

7. März 2012 Keine Kommentare
Mauer by geograph Brian Robert Marshall Wohngebäudeversicherung: Sturmschäden an Grundstücksmauer nicht pauschal abgedeckt

cc by geograph/ Brian Robert Marshall

Für Laien ist es oft nicht gleich zu erkennen, welche Bauten auf dem eigenen Grundstück unter den Schutz der Wohngebäudeversicherung fallen. Das Oberlandesgericht Koblenz hat sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigt, ob Schäden an einer Grundstücksmauer pauschal Teil des Schutzes der Wohngebäudeversicherung sind.

In dem konkreten Fall hatte ein Sturm zwei Fichten im Garten eines Versicherten umgestürzt. Diese waren auf die Grundstücksmauer gefallen und hatten sie beschädigt. Die Wohngebäudeversicherung weigerte sich für den Schaden aufzukommen, da die Mauer, die das Grundstück umgibt, nicht vom Versicherungsschutz eingeschlossen werde.

Das Landgericht Trier hatte zunächst dem Versicherten Recht gegeben, was jedoch die Richter des Oberlandesgerichts Koblenz anders sahen. Sie wiesen die Klage des Versicherten ab und urteilten, dass eine Mauer eher ein Zubehör eines Grundstücks sei wie zum Beispiel ein Gartenhaus oder ein Schuppen. Diese Dinge seien nicht automatisch mitversichert. Es ist jedoch möglich, sie nach Absprache mit dem Versicherer in die Police aufnehmen zu lassen. Wer seinen Schutz also auf solche Bauten im Garten erweitern möchte, sollte sich mit seinem Wohngebäudeversicherer in Verbindung setzen.

Sturmschäden: Windstärke nachweisen

15. Februar 2012 Keine Kommentare
Sturm by geograph Alfie Tait Sturmschäden: Windstärke nachweisen

cc by geograph/ Alfie Tait

Auch wenn wir in weiten Teilen Deutschlands die große Kälte erst einmal hinter uns haben, so ist der Winter natürlich noch lange nicht vorbei. In einigen Regionen wird heute mit Schnee und Eis gekämpft und in anderen Gegenden macht das Tauwasser, das nachts wieder friert, die Straßen und Gehwege zur einer Rutschpartie. Hinzu sollen in den kommenden Wochen auch wieder einige Stürme kommen.

Bei Sturmschäden am eigenen Haus springt die Wohngebäudeversicherung ein, dies jedoch nur ab Windstärke 8. Betroffene müssen in solch einer Situation also nachweisen können, dass der Schaden am Haus durch einen Sturm dieser Größenordnung oder stärker verursacht wurde.

Bei Stürmen wie „Ulli“ oder „Andrea“, die vor einigen Wochen über Deutschland brausten, ist dies meist relativ einfach, denn die Wetterdienste haben Sturmwarnungen veröffentlicht und Windstärken von bis zu 12 gemessen. Sind die Unwetter eher lokal begrenzt, so wendet man sich am besten an eine Wetterstation in der Nähe. Der Wetterdienst selbst hilft meist auch mit Auskünften weiter.