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Wasserschaden: und nun?

19. Juli 2012 Keine Kommentare
geograph co uk gordon hatton 300x247 Wasserschaden: und nun?

cc by geograph.co.uk / Gordon Hatton

Ein Wasserschaden kann verheerende Folgen haben. Wenn der Wassereinbruch in einer Wohnung zum Bespiel sich während eines Urlaubes ereignet und nicht nur der eigene Schaden zu beklagen ist, sondern meist auch ein Folgeschaden in einer angrenzenden Wohnung. Gut und beruhigend sind dann das Gefühl und die Gewissheit, für den Notfall durch eine Versicherung vorgesorgt zu haben. Dabei ist die erste Frage, die regelmäßig gestellt wird, welche Versicherung für die Regulierung zuständig ist. Zur Beantwortung dieser Frage ist zunächst die Klärung der Ursache des Wasserschadens zu stellen.

Die Hausratversicherung beinhaltet stets auch den Schutz vor Wasserschäden.

Im Rahmen der verbundenen Hausratversicherung werden mehrere Risiken in einem Vertrag gebündelt, darunter auch der Schutz vor Schäden durch Leitungswasser. Vorsicht! Hier gilt eindeutig zwischen natürlichen Ursachen (wie z.B. Regenwasser, Überschwemmung oder Hochwasser) und nicht-natürlichen Ursachen (wie Leitungen oder Abflüsse) zu unterscheiden und abzuklären, was genau abgedeckt ist.
Der große Vorteil für den Betroffenen ist, dass die Hausratversicherung den Wiederbeschaffungswert der betroffenen Gegenstände in gleicher Art und Güte, und zwar im neuwertigen Zustand, entschädigt. Voraussetzung ist, dass die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht, da sonst unangenehme Abzüge wegen Unterversicherung zu befürchten sind. Wer in seinen Wohnräumen einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht, zum Beispiel einen Versandshop betreibt, sollte diese gewerbliche Tätigkeit im Rahmen einer Geschäftsversicherung in Deckung geben.

Die Haftpflichtversicherung ist die zuständige Versicherung, wenn der Schaden durch einen Dritten verursacht und verschuldet wurde. An dieser Versicherung kann sich nun der Geschädigte wenden, wobei die Haftpflichtversicherung immer den Zeitwert entschädigt, der meistens deutlich niedriger als der Neuwert ist. So wird es sinnvoll sein, beim Vorliegen einer Hausratversicherung, diesen Schaden durch die eigene Versicherung bezahlen zu lassen, die dann ggf. Regress beim Haftpflichtversicherer nehmen kann.

Auch die Gebäudeversicherung kann für die Begleichung des Schadens zuständig sein, wenn das Verschulden den Gebäudeeigentümer trifft. Dies kann der Fall sein, wenn zum Beispiel der Schaden durch eine defekte Zentralheizung verursacht wurde. Auch hier kann es sinnvoll sein, die eigene Hausratversicherung mit der Regulierung des Schadens zu beauftragen.

Unterschied zwischen Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung

8. April 2012 1 Kommentar
Bild 4 300x218 Unterschied zwischen Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung

Haus - flickr/zak mc

Die Unterschiede zwischen der Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung sind eigentlich ganz einfach zu erklären, denn im Rahmen der Wohngebäudeversicherung ist alles abgesichert, was mit dem Gebäude fest verbunden ist, und die Hausratversicherung deckt, wie der Name bereits aussagt, den eigentlichen Hausrat ab. Für beide gelten natürlich entsprechende Voraussetzungen, damit ein Schaden auch tatsächlich übernommen wird. Beispielsweise ist beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung die verschlossene Tür wichtig, um den Hausrat vor Einbruch und Vandalismus zu sichern. Wird die Haustür nicht abgesperrt, kann dies unter Umständen als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt und eine Erstattung des durch einen Einbruch entstandenen Schaden durch die Hausratversicherung abgelehnt werden.

Hausratversicherung:
Schäden durch einen Einbruch mit Diebstahl oder Raub von beweglichen Gegenständen aus dem Hausrat werden durch die Hausratversicherung abgedeckt. Dazu gehören auch Schäden durch Vandalismus. Zu den beweglichen Gegenständen im Rahmen der Hausratversicherung zählen unter anderem Möbel, Fernseher und andere Elektrogeräte, Bilder, Bekleidung, Geschirr und Teppiche. Bei einem Brand oder bei Schäden durch Elementarschäden wie Sturm oder Hagel an beweglichen Gegenständen, die sich auf der Terrasse oder im Garten befinden, ist ebenfalls die Hausratversicherung der richtige Ansprechpartner. Schäden am Mobiliar und an weiteren beweglichen Gegenständen durch Leitungswasser, beispielsweise bei einem Rohrbruch, sind ebenfalls ein Schadensfall für die Hausratversicherung. Des Weiteren übernimmt die Hausratversicherung Kosten für Schäden an beweglichen Gegenständen, die durch Blitzschlag, Explosion, Implosion, durch den Absturz oder den Anprall eines Luftfahrzeugs sowie durch Frost- und andere Bruchschäden verursacht werden.
Die Hausratversicherung ist freiwillig und kann von den Bewohnern der Immobilie – als Besitzer oder als Mieter – abgeschlossen werden.

Wohngebäudeversicherung:
Im Gegensatz zur Hausratversicherung, die von den Bewohnern abgeschlossen werden kann, ist die Wohngebäudeversicherung als so genannte Brandversicherung oder Feuerversicherung in vielen Regionen verpflichtend und muss von Hausbesitzern abgeschlossen werden. Selbst wenn regional keine Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung für das Wohngebäude besteht, wird diese bei einer Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung in der Regel durch den Kreditgeber verlangt. Die Wohngebäudeversicherung haftet bei Schäden durch Brand, Wasser, Sturm, Hagel und andere Elementarschäden am Gebäude und an sämtlichen Teilen, die fest mit dem Wohngebäude verbunden sind. Mit der Wohngebäudeversicherung werden das Wohngebäude selbst, Einbaumöbel, Fliesen, Mauern etc. abgesichert. Im Hinblick auf die Haftung der Wohngebäudeversicherung bei Elementarschäden sollten in jedem Fall die Versicherungsbedingungen genau geprüft werden, denn Hochwasser ist beispielsweise nicht generell abgedeckt und in manchen Regionen sogar nicht versicherbar.