Archiv

Artikel Tagged ‘Elementarschäden’

Unterschied zwischen Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung

8. April 2012 1 Kommentar
Bild 4 300x218 Unterschied zwischen Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung

Haus - flickr/zak mc

Die Unterschiede zwischen der Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung sind eigentlich ganz einfach zu erklären, denn im Rahmen der Wohngebäudeversicherung ist alles abgesichert, was mit dem Gebäude fest verbunden ist, und die Hausratversicherung deckt, wie der Name bereits aussagt, den eigentlichen Hausrat ab. Für beide gelten natürlich entsprechende Voraussetzungen, damit ein Schaden auch tatsächlich übernommen wird. Beispielsweise ist beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung die verschlossene Tür wichtig, um den Hausrat vor Einbruch und Vandalismus zu sichern. Wird die Haustür nicht abgesperrt, kann dies unter Umständen als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt und eine Erstattung des durch einen Einbruch entstandenen Schaden durch die Hausratversicherung abgelehnt werden.

Hausratversicherung:
Schäden durch einen Einbruch mit Diebstahl oder Raub von beweglichen Gegenständen aus dem Hausrat werden durch die Hausratversicherung abgedeckt. Dazu gehören auch Schäden durch Vandalismus. Zu den beweglichen Gegenständen im Rahmen der Hausratversicherung zählen unter anderem Möbel, Fernseher und andere Elektrogeräte, Bilder, Bekleidung, Geschirr und Teppiche. Bei einem Brand oder bei Schäden durch Elementarschäden wie Sturm oder Hagel an beweglichen Gegenständen, die sich auf der Terrasse oder im Garten befinden, ist ebenfalls die Hausratversicherung der richtige Ansprechpartner. Schäden am Mobiliar und an weiteren beweglichen Gegenständen durch Leitungswasser, beispielsweise bei einem Rohrbruch, sind ebenfalls ein Schadensfall für die Hausratversicherung. Des Weiteren übernimmt die Hausratversicherung Kosten für Schäden an beweglichen Gegenständen, die durch Blitzschlag, Explosion, Implosion, durch den Absturz oder den Anprall eines Luftfahrzeugs sowie durch Frost- und andere Bruchschäden verursacht werden.
Die Hausratversicherung ist freiwillig und kann von den Bewohnern der Immobilie – als Besitzer oder als Mieter – abgeschlossen werden.

Wohngebäudeversicherung:
Im Gegensatz zur Hausratversicherung, die von den Bewohnern abgeschlossen werden kann, ist die Wohngebäudeversicherung als so genannte Brandversicherung oder Feuerversicherung in vielen Regionen verpflichtend und muss von Hausbesitzern abgeschlossen werden. Selbst wenn regional keine Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung für das Wohngebäude besteht, wird diese bei einer Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung in der Regel durch den Kreditgeber verlangt. Die Wohngebäudeversicherung haftet bei Schäden durch Brand, Wasser, Sturm, Hagel und andere Elementarschäden am Gebäude und an sämtlichen Teilen, die fest mit dem Wohngebäude verbunden sind. Mit der Wohngebäudeversicherung werden das Wohngebäude selbst, Einbaumöbel, Fliesen, Mauern etc. abgesichert. Im Hinblick auf die Haftung der Wohngebäudeversicherung bei Elementarschäden sollten in jedem Fall die Versicherungsbedingungen genau geprüft werden, denn Hochwasser ist beispielsweise nicht generell abgedeckt und in manchen Regionen sogar nicht versicherbar.

Viele Deutsche haben Eigenheim nicht genug abgesichert

27. Juli 2011 Keine Kommentare
Hochwasser by geograph andy dolman Viele Deutsche haben Eigenheim nicht genug abgesichert

cc by geograph/ andy dolman

Viele Deutsche träumen von einem Eigenheim. Leistet man sich dieses endlich, dann steckt darin meist der größte Anteil des persönlichen Vermögens. In Anbetracht dieser Tatsache könnte man doch meinen, dass es den Eigentümern wichtig ist, die eigenen vier Wände gut abzusichern. Ist dies nicht der Fall, muss man Schäden aus eigener Tasche bezahlen. Fallen diese größer aus, kann dies schnell den eigenen Ruin bedeuten.

So haben laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 80 Prozent aller Immobilienbesitzer eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Auf den ersten Blick sieht dies nach viel aus, doch dies bedeutet auch, dass gut jeder fünfte Eigenheimbesitzer sein Haus nicht richtig abgesichert hat!

Noch schlechter sieht die Situation bei Elementarschäden wie Schneedruck, Starkregen oder Erdrutsche aus. Hier sind gerade einmal 30 Prozent der Gebäude durch eine Elementarschutzversicherung versichert. In erster Linie sind es wohl vor allem Kostengründe, die viele Immobilieneigentümer eine entsprechende Versicherung nicht abschließen lassen. Dabei kann man mit ein wenig Vergleichen im Internet durchaus einen günstigen Schutz finden. Ein Selbsbehalt macht die Beiträge günstiger und viele Anbieter geben Rabatte, wenn man eine Wohngebäude- und eine Elementarschutzversicherung zusammen abschließt.

Zusätzlicher Elementarschutz oft günstig

20. April 2011 Keine Kommentare
Hochwasser by wikimedia Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Zusätzlicher Elementarschutz oft günstig

cc by wikimedia/ Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Vor einigen Wochen hatten wir ja an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft den Wohngebäudeversicherern rät einen zusätzlichen Elementarschutz in die Police automatisch miteinzuschließen. Statistisch gesehen, kommt es in den letzten Jahren immer mehr zu Schäden durch Naturgefahren wie beispielsweise Überschwemmungen oder Schneelast. Gegen diese kann man sich durch eine Elementarschutzversicherung absichern.

Das Online-Vergleichsportal Check24 wollte wissen, ob ein zusätzlicher Elementarschutz bei der Wohngebäude- und auch der Hausratversicherung teuer ist. Dafür wurden Angebote in den Musterstädten Dresden, Köln und Bad Reichenhall miteinander verglichen und siehe da, der Versicherungszusatz Elementarschutz ist schon für einen geringen Aufpreis zu haben.

In den Musterstädten kostete die günstigste Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz 92 Euro im Jahr.. Ohne die Tarifoption Elementarschutz zahlt man bei der gleichen Versicherung 90 Euro. Bei der Hausratversicherung kostete die günstigste Police mit Zusatzbaustein 91 Euro im Jahr und ohne 74 Euro. Also durchaus ein zusätzlicher Schutz, der sich lohnen kann, vor allem bei der Wohngebäudeversicherung!

Wohngebäudeversicherung: Elementarschäden bald eingeschlossen?

30. März 2011 Keine Kommentare
Hochwasser by wikimedia Torsten Bätge Wohngebäudeversicherung: Elementarschäden bald eingeschlossen?

cc by wikimedia/ Torsten Bätge

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat neue Musterverträge für die Wohngebäudeversicherungen vorgelegt. Diese sind für die Versicherer nicht verbindlich, die meisten halten sich aber in der Regel an die Vorschläge des GDV. Laut diesen neuen Bedingungen soll die Wohngebäudeversicherung in Zukunft auch Elementarschäden abdecken.

Hausbesitzer müssen bisher separat eine Versicherung gegen Elementarschäden wie beispielsweise Hochwasser abschließen. Dies ist wohl künftig nicht mehr nötig. Die Höhe der Beiträge für die Wohngebäudeversicherung richtet sich unter anderem nach dem Gebiet, in dem das Haus steht, sprich liegt es in einer Risikozone oder nicht.

So können Menschen, die in Regionen leben, in denen es häufiger zu Naturkatastrophen kommen kann, keine Versicherung gegen Elementarschäden abschließen. Dies betrifft laut dem GDV mit den neuen Bedingungen nur noch 1,5% der Haushalte. Hierbei liegen die Häuser überwiegend, in stark hochwassergefährdeten Gebieten.

In solchen Fällen rät der GDV sich mit der Versicherer in Verbindung zu setzen und eventuell einen individuellen Versicherungsschutz auszuhandeln. Hierbei muss man aber mit höheren Beiträgen und einer hohen Selbstbeteiligung im Schadensfall rechnen.