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Artikel Tagged ‘Brand’

Wohngebäudeversicherung: Verbrannte Küche nicht zu schnell entsorgen

4. Januar 2012 Keine Kommentare
Küche by flickr steinhobelgruen Wohngebäudeversicherung: Verbrannte Küche nicht zu schnell entsorgen

cc by flickr/ steinhobelgruen

Nach einem Brand springt die Wohngebäudeversicherung für die entstandenen Schäden in der Regel ein, jedoch müssen diese genauestens dokumentiert werden und die Gegenstände soweit es geht bis zur Regulierung aufgehoben werden. Dies gilt auch für eine Einbauküche, die von einem Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Bremen bestätigt.

In dem konkreten Fall ging es um eine Einbauküche, die nach einem Wohnungsbrand von einer Spezialfirma ausgebaut wurde um sie zu reparieren. Die Firma brachte Herd, Spüle und Kochfeld zum Versicherten zurück, jedoch der Rest der Küche wurde von den Handwerkern entsorgt, da er nach dem Brand nicht mehr wiederhergestellt werden konnte.

Der Versicherte forderte nun von seiner Wohngebäudeversicherung einen Ersatz für die Einbauküche. Diese weigerte sich jedoch, da nicht mehr genau zu beweisen war, ob die Küche auch wirklich durch den Brand zerstört wurde, denn nur dann fiele der Schaden unter die vereinbarten Leistungen. Die Richter gaben dem Versicherer Recht, da die Küche einfach von dem Sanierer entsorgt wurde ohne dies mit dem Eigentümer der Küche abzusprechen. Somit wurden die wichtigen Beweise im Vorfeld vernichtet.

Wohngebäudeversicherung: Brandschäden an Weihnachten oder Silvester

21. Dezember 2011 Keine Kommentare
Adventskranz by flickr Eichental Wohngebäudeversicherung: Brandschäden an Weihnachten oder Silvester

cc by flickr/ Eichental

Alle Jahre wieder kommt es in Deutschland vor allem über Weihnachten und Silvester zu Bränden. Kerzen am Weihnachtsbaum oder am Adventskranz sind genauso häufig Auslöser wie Silvester-Raketen oder Böller, die nicht ganz die angestrebte Bahn erwischt haben. Hier ist einem schon immens geholfen, wenn man gut versichert ist.

Für Schäden durch Kerzen oder Feuerwerksraketen am Gebäude ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Trägt man an dem Vorfall keine Schuld, so läuft die Regulierung in der Regel problemlos ab. Hat man jedoch fahrlässig gehandelt, kann es Probleme geben.

Wer zum Beispiel die Kerzen über einen längeren Zeitraum unbeobachtet gelassen oder sie gar direkt neben leicht brennbares Material gestellt hat, der muss häufig einen Teil des Schadens aus eigener Tasche begleichen. Steht grob fahrlässiges Verhalten fest, hat die Versicherung das Recht die Leistung entsprechend zu kürzen.

Nutzwärmeschäden: Schaden an Kamin nach Brand oft nicht versichert

7. Dezember 2011 Keine Kommentare
Nutzwärmeschaden Kamin by flickr daryl mitchell Nutzwärmeschäden: Schaden an Kamin nach Brand oft nicht versichert

cc by flickr/ daryl_mitchell

Ein Kamin ist im Winter besonders gemütlich. Doch auch hier muss man natürlich einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten, damit es nicht zu einem Brand kommt. Sollte trotzdem ein Kaminbrand entstehen, dann wird die Wohngebäudeversicherung meist nicht für alle Schäden aufkommen. Darauf weist die uniVersa Versicherung aus Nürnberg hin.

Werden versicherte Dinge und Einrichtungen im Haus Wärme ausgesetzt, damit sie zum Beispiel heizen und es kommt durch diese Wärme zu einem Schaden am Gerät, dann sprechen Fachleute von sogenannten Nutzwärmeschäden. Diese sind bei den meisten Wohngebäudeversicherungen nicht in die Leistungen eingeschlossen. Dies bedeutet also, wenn ein Feuer außer Kontrolle gerät, dann wird die Wohngebäudeversicherung für die Schäden am Haus aufkommen, aber meist nicht für die am Kamin direkt. Ähnliches kann auch für Heizungsanlagen oder Schornsteine gelten.

Versicherte sollten also auch diesbezüglich einen genauen Blick in ihre Versicherungsbedingungen werfen, denn inzwischen gibt es doch den einen oder anderen Anbieter, der auch Nutzwärmeschäden versichert.

Tipps gegen Brände in der Weihnachtszeit

9. November 2011 Keine Kommentare
Weihnachten by flickr ohaoha Tipps gegen Brände in der Weihnachtszeit

cc by flickr/ ohaoha

Schon steht die Weihnachtszeit auch schon wieder vor der Tür. In diesen Wochen macht man es sich gemütlich, wobei Kerzen, Adventkränze und Co. dabei bei den meisten nicht fehlen dürfen. So schön die Stimmung durch sie auch ist, so gefährlich kann es auch schnell werden. Zur Weihnachtszeit werden immer wieder Feuerschäden gemeldet.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat daher auf seiner Seite gdv.de einige Tipps zusammengestellt, so dass ein Brand gar nicht erst die feierliche Stimmung trüben kann. So sollte man den Weihnachtbaum oder Kerzen generell niemals unbeaufsichtigt in einem Raum stehen lassen. Tannenzweige, Strohsterne und Ähnliches wirken wie ein Brandbeschleuniger und sorgen dafür, dass sich das Feuer schnell ausbreitet.

Der Weihnachtbaum sollte stabil stehen und Vorhänge sich niemals direkt daneben befinden. Am Baum befestigt man am besten eh keine Kerzen, sondern setzt auf Lichterketten. Grundsätzlich sind Löschmittel, die man stets griffbereit hat, nie falsch. Für Schäden durch Feuer kommen übrigens die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung auf.

Hausbrand: Das muss die Wohngebäudeversicherung bei einem Totalschaden zahlen

21. September 2011 Keine Kommentare
Hausbrand by flickr Kiwi NZ Hausbrand: Das muss die Wohngebäudeversicherung bei einem Totalschaden zahlen

cc by flickr/ Kiwi NZ

Brennt das eigene Haus ab, dann steht man wortwörtlich vor den Trümmern seiner Existenz. Um so besser ist es dann zu wissen, welche Leistungen man von seiner Wohngebäudeversicherung verlangen kann. Nach einem Totalschaden muss der Versicherer in der Regel den Neuwert der Immobilie erstatten, wenn das Gebäude innerhalb von drei Jahren an Ort und Stelle wieder aufgebaut wird.

Dabei spielt es laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs keine Rolle, ob man die Kosten für den Wiederaufbau später durch Eigenleistung senken kann. In dem konkreten Fall hatte ein Gutachter bei einem abgebrannten Haus einen Neuwertschaden von 360.000 Euro ermittelt. Der Versicherte konnte jedoch den Wiederaufbau günstiger gestalten und zahlte dafür nur 179.000 Euro. Die Wohngebäudeversicherung wollte daher nur einen Teil des Neuwertschadens erstatten.

Die Richter gaben am Ende jedoch dem Hauseigentümer Recht. Er habe Anspruch auf die volle Neuwertsumme, die der Gutachter geschätzt hatte. Dass der Versicherte später die Kosten doch noch senken konnte, spiele für die Versicherungsleistung keine Rolle.