Nutzwärmeschäden: Schaden an Kamin nach Brand oft nicht versichert

7. Dezember 2011 Keine Kommentare
Nutzwärmeschaden Kamin by flickr daryl mitchell Nutzwärmeschäden: Schaden an Kamin nach Brand oft nicht versichert

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Ein Kamin ist im Winter besonders gemütlich. Doch auch hier muss man natürlich einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten, damit es nicht zu einem Brand kommt. Sollte trotzdem ein Kaminbrand entstehen, dann wird die Wohngebäudeversicherung meist nicht für alle Schäden aufkommen. Darauf weist die uniVersa Versicherung aus Nürnberg hin.

Werden versicherte Dinge und Einrichtungen im Haus Wärme ausgesetzt, damit sie zum Beispiel heizen und es kommt durch diese Wärme zu einem Schaden am Gerät, dann sprechen Fachleute von sogenannten Nutzwärmeschäden. Diese sind bei den meisten Wohngebäudeversicherungen nicht in die Leistungen eingeschlossen. Dies bedeutet also, wenn ein Feuer außer Kontrolle gerät, dann wird die Wohngebäudeversicherung für die Schäden am Haus aufkommen, aber meist nicht für die am Kamin direkt. Ähnliches kann auch für Heizungsanlagen oder Schornsteine gelten.

Versicherte sollten also auch diesbezüglich einen genauen Blick in ihre Versicherungsbedingungen werfen, denn inzwischen gibt es doch den einen oder anderen Anbieter, der auch Nutzwärmeschäden versichert.

Altersvorsorge: Rente soll bis 2025 um 35 Prozent steigen

2. Dezember 2011 Keine Kommentare
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Deutsche Ruheständler haben in den Jahren zwischen 2004 und 2010 bei der gesetzlichen Rentenversicherung mehrere Nullrunden hinnehmen müssen. Einige mussten gar ihre Altersvorsorge verkaufen. Damit ist seit diesem Jahr Schluss. Nach einer bescheidenen Anhebung der Renten stellt die Bundesregierung in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum der Rentenbezüge in Aussicht.

Im aktuellen Rentenversicherungsbericht 2011 rechnet die Regierung vor, dass die Bezüge über die gesetzliche Rentenversicherung bis 2025 um rund 35 Prozent steigen werden. Dies entspräche einem jährlichen Anstieg der Rente um rund zwei Prozent. Für die deutschen Rentner sicher ein positives Signal, das sich bei genauer Betrachtung allerdings schnell relativiert.

Einschätzung aufgrund von Modellrechnungen
Die Zahlen des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung zur gesetzlichen Rentenversicherung beruhen auf Modellrechnungen. Wie sich die gesetzliche Rente tatsächlich entwickeln wird und ob deutsche Rentner am Ende wirklich mehr im Portemonnaie haben werden, steht auf einem anderen Blatt.

Schließlich basieren die Ergebnisse der Modellrechnungen auf aktuellen Daten, verlässliche Aussagen für die kommenden Jahre sind daher mit Vorsicht zu genießen. Und betrachtet man die aktuelle Entwicklung der Finanzmärkte sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, können die Annahmen der Bundesregierung in 12 bis 24 Monaten längst Geschichte sein.

Externe Dämpfungseffekte auf die Rentenbezüge

Um zu verstehen, welchen Einfluss die wirtschaftliche Entwicklung auf die gesetzliche Rentenversicherung bzw. die Rentenbezüge hat, muss man sich vor Augen halten, dass das Rentenniveau ans Lohnniveau gekoppelt ist. Sinkt dieses – zum Beispiel durch eine Rezession – ab, folgen die Renten theoretisch diesem Trend, die zweiprozentige Anpassung bliebe somit aus.

Und einen weiteren, externen Dämpfungseffekt gilt es zu berücksichtigen: die Inflationsrate. Steigende Rentenbezüge erwecken auf den ersten Eindruck durchaus einen positiven Eindruck. Bereinigt man die Rentenanpassung allerdings um die Inflationsrate, ist das Bild mitunter ernüchternd. Derzeit liegt für Deutschland die Inflation bei durchschnittlich 1,7 Prozent. Unterm Strich würde eine Erhöhung der Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung also nur 0,3 Prozent betragen.

Noch dramatischer die Entwicklung, wenn man an die gesetzliche Rentenversicherung die aktuelle Inflationsrate aus dem Oktober 2011 anlegt. Es bliebe unterm Strich selbst bei einer Erhöhung ein reales Minus von 0,5 Prozent.

Erdbeben durch Bergbau – Ausgleichszahlung für Hausbesitzer

30. November 2011 Keine Kommentare
Bergbau by flickr Eichental Erdbeben durch Bergbau – Ausgleichszahlung für Hausbesitzer

cc by flickr/ Eichental

Der Bergbau im Saarland und auch in Teilen Nordrhein-Westfalens macht einigen Anwohnern zu schaffen. Regelmäßig kommt es dort durch die Arbeiten zu Erdbeben. Normale Wohngebäudeversicherungen mit Elementarschutz greifen hier meist auch nicht, da sie normalerweise nur „naturbedingte Erdstöße“ versichern. Nun kam es in einem Musterprozess zu einem Urteil, das so manch einem Anwohner wenigstens ein bisschen Hoffnung machen könnte.

Das Landgericht Saarbrücken sprach nun einem Hauseigentümer im Saarland eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1.140 Euro zu, die der Bergbaukonzern RAG an ihn entrichten muss. Die Erschütterungen seien für den Betroffenen in den Augen der Richter nicht zumutbar. Für das Unternehmen RAG könnte dieses Urteil jedoch erhebliche Kosten nach sich ziehen, denn nun ist es möglich, dass Tausende von Betroffenen im Saarland und in Nordrhein-Westfalen einen Ausgleich fordern können.

Der Konzern hat jedoch bereits angekündigt genau zu prüfen, welche weiteren Rechtsmittel möglich sind und vor allem, wie hoch die Kosten in solch einem Fall sein könnten. Der Rechtsstreit von Betroffenen, der bereits seit Jahren geführt wird, könnte also trotzdem in eine weitere Runde gehen.

Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

23. November 2011 Keine Kommentare
Lichtschacht by flickr mazekraemer Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

cc by flickr/ mazekraemer

Aufgrund der steigenden Zahl an Schäden durch Überschwemmungen, ergänzen immer mehr Hausbesitzer ihre Wohngebäudeversicherung durch eine Absicherung gegen Elementarschäden. Damit ist man doch eigentlich bei Überschwemmungen zumindest finanziell auf der richtigen Seite, oder?

Leider gibt es auch hier Einschränkungen wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zeigt. In dem konkreten Fall ging es um einen Hausbesitzer, in dessen Lichtschacht sich nach Starkregen Wasser gesammelt hatte, dass dann im Keller Schäden anrichtete. Er wollte, dass seine Versicherung diesen Schaden reguliert, doch diese weigerte sich mit der Begründung, dass ein vollgelaufener Lichtschacht keine Überschwemmung sei.

Am Ende gaben die Richter dem Versicherer Recht, da man das Wort Überschwemmung im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen müsse. Von einer Überschwemmung im Lichtschacht könne hier also keine Rede sein. Hausbesitzer sollten aus diesem Grund am besten regelmäßig die Lichtschächte kontrollieren, dass das Wasser auch gut abfließen kann.

Dachrinne aus Kupfer gestohlen: Zahlt die Wohngebäudeversicherung?

16. November 2011 Keine Kommentare
Dachrinne by flickr realname Dachrinne aus Kupfer gestohlen: Zahlt die Wohngebäudeversicherung?

cc by flickr/ realname

In den letzten Jahren haben sich einige Diebe wieder vermehrt auf das Stehlen von Kupfer spezialisiert. Dies kann beispielsweise Leitungen betreffen, aber auch auf Dachrinnen aus Kupfer an Wohnhäusern haben sie es abgesehen. Kommt in solch einem Fall die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf?

Grundsätzlich deckt die Wohngebäudeversicherung nur Schäden aufgrund von Dingen wie Sturm, Hagel, Feuer oder Leistungswasser ab. Man kann jedoch seinen Versicherungsschutz in seiner Police bei fast allen Anbietern noch erweitern. Unter entsprechenden Bedingungen sind dann auch Diebstähle von Gegenständen, die fest mit dem Wohnhaus verbunden sind, eingeschlossen. Ähnliches gilt übrigens auch bei der Hausratversicherung.

Grundsätzlich ist es wichtig nach einem solchen Diebstahl den Schaden und vor allem die Spuren der Tat zu dokumentieren und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Experten raten zudem dazu, bei den unteren drei Metern der Regenrinne auf Kunststoff zu setzen. Zudem sollte man darauf achten, dass die Rinne fest mit dem Gebäude verschraubt ist. Man sollte also auf sicherere Halterungen setzen als die üblichen.