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Archiv für November, 2011

Erdbeben durch Bergbau – Ausgleichszahlung für Hausbesitzer

30. November 2011 Keine Kommentare
Bergbau by flickr Eichental Erdbeben durch Bergbau – Ausgleichszahlung für Hausbesitzer

cc by flickr/ Eichental

Der Bergbau im Saarland und auch in Teilen Nordrhein-Westfalens macht einigen Anwohnern zu schaffen. Regelmäßig kommt es dort durch die Arbeiten zu Erdbeben. Normale Wohngebäudeversicherungen mit Elementarschutz greifen hier meist auch nicht, da sie normalerweise nur „naturbedingte Erdstöße“ versichern. Nun kam es in einem Musterprozess zu einem Urteil, das so manch einem Anwohner wenigstens ein bisschen Hoffnung machen könnte.

Das Landgericht Saarbrücken sprach nun einem Hauseigentümer im Saarland eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1.140 Euro zu, die der Bergbaukonzern RAG an ihn entrichten muss. Die Erschütterungen seien für den Betroffenen in den Augen der Richter nicht zumutbar. Für das Unternehmen RAG könnte dieses Urteil jedoch erhebliche Kosten nach sich ziehen, denn nun ist es möglich, dass Tausende von Betroffenen im Saarland und in Nordrhein-Westfalen einen Ausgleich fordern können.

Der Konzern hat jedoch bereits angekündigt genau zu prüfen, welche weiteren Rechtsmittel möglich sind und vor allem, wie hoch die Kosten in solch einem Fall sein könnten. Der Rechtsstreit von Betroffenen, der bereits seit Jahren geführt wird, könnte also trotzdem in eine weitere Runde gehen.

Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

23. November 2011 Keine Kommentare
Lichtschacht by flickr mazekraemer Urteil: Elementarschadenversicherung gilt nicht für überfluteten Lichtschacht

cc by flickr/ mazekraemer

Aufgrund der steigenden Zahl an Schäden durch Überschwemmungen, ergänzen immer mehr Hausbesitzer ihre Wohngebäudeversicherung durch eine Absicherung gegen Elementarschäden. Damit ist man doch eigentlich bei Überschwemmungen zumindest finanziell auf der richtigen Seite, oder?

Leider gibt es auch hier Einschränkungen wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zeigt. In dem konkreten Fall ging es um einen Hausbesitzer, in dessen Lichtschacht sich nach Starkregen Wasser gesammelt hatte, dass dann im Keller Schäden anrichtete. Er wollte, dass seine Versicherung diesen Schaden reguliert, doch diese weigerte sich mit der Begründung, dass ein vollgelaufener Lichtschacht keine Überschwemmung sei.

Am Ende gaben die Richter dem Versicherer Recht, da man das Wort Überschwemmung im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen müsse. Von einer Überschwemmung im Lichtschacht könne hier also keine Rede sein. Hausbesitzer sollten aus diesem Grund am besten regelmäßig die Lichtschächte kontrollieren, dass das Wasser auch gut abfließen kann.

Dachrinne aus Kupfer gestohlen: Zahlt die Wohngebäudeversicherung?

16. November 2011 Keine Kommentare
Dachrinne by flickr realname Dachrinne aus Kupfer gestohlen: Zahlt die Wohngebäudeversicherung?

cc by flickr/ realname

In den letzten Jahren haben sich einige Diebe wieder vermehrt auf das Stehlen von Kupfer spezialisiert. Dies kann beispielsweise Leitungen betreffen, aber auch auf Dachrinnen aus Kupfer an Wohnhäusern haben sie es abgesehen. Kommt in solch einem Fall die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf?

Grundsätzlich deckt die Wohngebäudeversicherung nur Schäden aufgrund von Dingen wie Sturm, Hagel, Feuer oder Leistungswasser ab. Man kann jedoch seinen Versicherungsschutz in seiner Police bei fast allen Anbietern noch erweitern. Unter entsprechenden Bedingungen sind dann auch Diebstähle von Gegenständen, die fest mit dem Wohnhaus verbunden sind, eingeschlossen. Ähnliches gilt übrigens auch bei der Hausratversicherung.

Grundsätzlich ist es wichtig nach einem solchen Diebstahl den Schaden und vor allem die Spuren der Tat zu dokumentieren und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Experten raten zudem dazu, bei den unteren drei Metern der Regenrinne auf Kunststoff zu setzen. Zudem sollte man darauf achten, dass die Rinne fest mit dem Gebäude verschraubt ist. Man sollte also auf sicherere Halterungen setzen als die üblichen.

Tipps gegen Brände in der Weihnachtszeit

9. November 2011 Keine Kommentare
Weihnachten by flickr ohaoha Tipps gegen Brände in der Weihnachtszeit

cc by flickr/ ohaoha

Schon steht die Weihnachtszeit auch schon wieder vor der Tür. In diesen Wochen macht man es sich gemütlich, wobei Kerzen, Adventkränze und Co. dabei bei den meisten nicht fehlen dürfen. So schön die Stimmung durch sie auch ist, so gefährlich kann es auch schnell werden. Zur Weihnachtszeit werden immer wieder Feuerschäden gemeldet.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat daher auf seiner Seite gdv.de einige Tipps zusammengestellt, so dass ein Brand gar nicht erst die feierliche Stimmung trüben kann. So sollte man den Weihnachtbaum oder Kerzen generell niemals unbeaufsichtigt in einem Raum stehen lassen. Tannenzweige, Strohsterne und Ähnliches wirken wie ein Brandbeschleuniger und sorgen dafür, dass sich das Feuer schnell ausbreitet.

Der Weihnachtbaum sollte stabil stehen und Vorhänge sich niemals direkt daneben befinden. Am Baum befestigt man am besten eh keine Kerzen, sondern setzt auf Lichterketten. Grundsätzlich sind Löschmittel, die man stets griffbereit hat, nie falsch. Für Schäden durch Feuer kommen übrigens die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung auf.

Wohngebäudeversicherung: Folgeschäden vermeiden

2. November 2011 Keine Kommentare
zerbrochenes Fenster by geograph Gwen and James Anderson Wohngebäudeversicherung: Folgeschäden vermeiden

cc by geograph/ Gwen and James Anderson

Kommt es zu einem Schaden am eigenen Haus, ist dies nicht nur ärgerlich, sondern auch mit einem gewissen Aufwand und Pflichten verbunden. Wie immer sollte man den Schaden natürlich dokumentieren und schnellstmöglich dem Versicherer melden. Damit ist es für den Versicherungsnehmer jedoch noch nicht getan.

Man muss danach alles dafür tun, dass es durch den ersten Zwischenfall nicht zu weiteren Schäden kommt. Dies bedeutet, dass bei einem zerbrochenen Fenster dafür gesorgt werden muss, dass es zum einen nicht hineinregnet. Zum anderen muss es so abgesichert werden, dass keine Diebe einsteigen können.

Hält man sich nicht daran und es kommt zu einem weiteren Schaden, dann kann es unter Umständen zu Problemen mit dem Versicherer kommen. Dies kann bedeuten, dass man im schlimmsten Fall auf den Kosten für die Folgeschäden alleine sitzen bleibt.