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Archiv für September, 2011

Wohngebäudeversicherung: Leistungen genau an eigene Lage anpassen

28. September 2011 Keine Kommentare
Eigenheim by flickr Axel Schwenke Wohngebäudeversicherung: Leistungen genau an eigene Lage anpassen

cc by flickr/ Axel Schwenke

Für jeden Hausbesitzer ist die Wohngebäudeversicherung sehr wichtig, denn sie kann einen vor dem finanziellen Ruin retten. Bei der Wahl der Wohngebäudeversicherung sollte man sich Zeit lassen und auf einige Faktoren achten. Die Wahl der Versicherungssumme ist genauso entscheidend wie die Wahl der Leistungen.

Gerne bieten einem Versicherer hier „Rundum-sorglos-Pakete“ an, doch häufig sind in diesen Verträgen Punkte enthalten, die für die individuelle Situation keinen Sinn machen. Daher sollte man sich die Leistungen genau ansehen und die für einen wichtigsten heraussuchen. Der Basisschutz, den jeder haben sollte, umfasst Schäden durch Feuer (sowohl Brand als auch Blitzschlag oder Explosion), Hagel, Sturm und Leitungswasser.

Gegen Schäden durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen muss man zusätzlich eine Elementarversicherung abschließen. Aufgrund des Anstiegs der Naturkatastrophen in den letzten Jahren sprechen sich inzwischen immer mehr Experten für einen Elementarschutz aus.

Zu diesen Bausteinen hinzu kommen dann noch individuelle Bedingungen. Hat man beispielsweise eine Solaranlage auf dem Dach, kann man diese mit versichern oder kommt es in der Gegend häufiger zu Vandalismus, dann ist auch dies eine Option.

Hausbrand: Das muss die Wohngebäudeversicherung bei einem Totalschaden zahlen

21. September 2011 Keine Kommentare
Hausbrand by flickr Kiwi NZ Hausbrand: Das muss die Wohngebäudeversicherung bei einem Totalschaden zahlen

cc by flickr/ Kiwi NZ

Brennt das eigene Haus ab, dann steht man wortwörtlich vor den Trümmern seiner Existenz. Um so besser ist es dann zu wissen, welche Leistungen man von seiner Wohngebäudeversicherung verlangen kann. Nach einem Totalschaden muss der Versicherer in der Regel den Neuwert der Immobilie erstatten, wenn das Gebäude innerhalb von drei Jahren an Ort und Stelle wieder aufgebaut wird.

Dabei spielt es laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs keine Rolle, ob man die Kosten für den Wiederaufbau später durch Eigenleistung senken kann. In dem konkreten Fall hatte ein Gutachter bei einem abgebrannten Haus einen Neuwertschaden von 360.000 Euro ermittelt. Der Versicherte konnte jedoch den Wiederaufbau günstiger gestalten und zahlte dafür nur 179.000 Euro. Die Wohngebäudeversicherung wollte daher nur einen Teil des Neuwertschadens erstatten.

Die Richter gaben am Ende jedoch dem Hauseigentümer Recht. Er habe Anspruch auf die volle Neuwertsumme, die der Gutachter geschätzt hatte. Dass der Versicherte später die Kosten doch noch senken konnte, spiele für die Versicherungsleistung keine Rolle.

Schneeschieber: Ein Muss für Hausbesitzer

17. September 2011 Keine Kommentare
Harald52 300x249 Schneeschieber: Ein Muss für Hausbesitzer

cc by flickr/ Harald52

Mit Beginn des Winters erhöht sich laut statistischen Erhebungen die Zahl der durch Ausrutschen hervorgerufenen Knochenbrüche regelmäßig um ein Vielfaches. Je nach Verordnung der Stadt oder Gemeinde müssen deswegen im Winter die Gehwege vor dem Grundstück bis zu einer bestimmten Uhrzeit vom Schnee befreit und gestreut werden. Spätestens mit dem Einsetzen der ersten Nachtfröste gilt es daher für Hausbesitzer, sich einen Überblick über den Zustand der Wintergerätschaften zu verschaffen und diese griffbereit aufzubewahren und notfalls im Baumarkt oder Onlineshop anzuschaffen. Dazu gehören unter anderem Schneeschieber, Eishacken, Streusand und Streusalz, eventuell Schneefräse und nicht zuletzt auch Schiebeschilder, die an Rasentraktoren befestigt werden.

Beginnend mit dem Streugut ist zu beachten, dass im Handel erhältliches Streusalz teilweise sehr aggressiv auf Pflastersteine wirkt. Die im Streusalz enthaltenen Substanzen bewirken, dass besonders Natursteinpflaster “aufblüht”. Eindringendes und später gefrierendes Wasser kann das Pflaster nachhaltig schädigen. Daher ist es angeraten, sowohl auf gepflasterten Gehwegen innerhalb des Grundstücks als auch vor dem Grundstück auf Streusand oder Splitt mit einer Körnung von 0,3 bis 0,5 cm zurückzugreifen. Zu beachten ist auch, dass bereits die Treppe oder der Weg direkt vor der Haustür vereist sein kann. Demnach sollte ein Eimer mit Streugut und Schippe schon an der Haustür verfügbar sein, um Stürze und daraus resultierende Verletzungen zu vermeiden.

Schneeschieber, Eishacken und Schiebeschilder sind vor ihrem Einsatz gründlich zu prüfen. Sind die Kanten in einwandfreiem Zustand, ist der Stiel funktionstüchtig und sitzt fest in seiner Verankerung? Falls das nicht der Fall ist, müssen diese kleinen Defekte behoben oder das Gerät neu gekauft werden. Mit einem defekten Schneeschieber oder einer defekten Eishacke zu arbeiten, ist nicht nur gesundheitlich betrachtet sehr leichtsinnig, sondern zieht unter Umständen auch Schäden am Pflaster nach sich. Dass man das Schnee und Eis nur mit geeignetem Gerät beseitigen sollte, versteht sich von selbst.

Zu bedenken ist auch, dass von einer tropfenden Dachrinne unter Umständen Eiszapfen wachsen können. Hierbei ist es nötig, den Schaden an der Dachrinne vor dem ersten Frost zu beheben.

Unwetter über Deutschland: Schäden schnell dem Versicherer melden!

14. September 2011 Keine Kommentare
Überschwemmung Straße by flickr Zeitfixierer Unwetter über Deutschland: Schäden schnell dem Versicherer melden!

cc by flickr/ Zeitfixierer

Die Unwetterzeit hat wieder begonnen. In den letzten Tagen wurden weite Teile Deutschlands gleich von mehreren schweren Unwettern heimgesucht. Besonders in Sachsen-Anhalt waren die Schäden groß. Von dicken Hagelkörnern über Überschwemmungen bis hin zu einem Tornado war fast alles dabei. Alle, die Schäden am Haus, an Möbeln oder dem Auto zu verzeichnen haben, sollten diese schnellstmöglich dem Versicherer melden.

Nur so kann eine problemlose Schadensregulierung gewährleistet werden. Für Schäden am Haus ist die Wohngebäudeversicherung zuständig, für Schäden am Hausrat die Hausratversicherung und für Schäden am Auto die Fahrzeug-Kaskoversicherung.

Die erste Nachricht an den Versicherer kann per Telefon oder E-Mail erfolgen. Beim ersten Anruf muss man in der Regel auch noch keine größeren Fragen beantworten. Zudem kann man mit dem Versicherer auch die weiteren Schritte besprechen. Dies beinhaltet unter anderem mögliche Reparaturmaßnahmen. Schäden dürfen so lange nicht behoben werden bis der Gutachter sie abgenommen hat. Jedoch müssen größere Schäden auch verhindert werden. Das heißt das Abdecken eines Loches im Dach mit einer Plane ist nicht nur sinnvoll, sondern auch Pflicht.

Zudem muss der Schaden so genau wie möglich dokumentiert werden. Für Überschwemmungen muss eine Elementarversicherung abgeschlossen worden sein, denn die Wohngebäudeversicherung alleine kommt nicht für Schäden aus Naturkatastrophen auf. Glück haben all jene, die noch eine alte DDR-Police haben, denn diese beinhalten Überschwemmungsschäden.

Wohngebäudeversicherung: Versicherungssumme nach Basiswert

7. September 2011 Keine Kommentare
Haus2 by flickr Horst Schulte Wohngebäudeversicherung: Versicherungssumme nach Basiswert

cc by flickr/ Horst Schulte

Bei Wohngebäudeversicherungen gibt es unterschiedliche Varianten wie die Versicherungssumme in der Police festgelegt wird. In vielen wird eine feste Versicherungssumme vereinbart. Dieser Betrag richtet sich nach den tatsächlichen Neubau-Kosten bei Vertragsabschluss. So gilt auch hier, dass man die Summe regelmäßig überprüfen und eventuell an aktuelle Gegebenheiten anpassen sollte, damit nicht die Gefahr von Unterversicherung besteht.

Es gibt dazu jedoch auch noch Alternativen. So kann man beispielsweise von Anfang an eine einmalige Versicherungsssumme ermitteln. Diese wird auf einen historischen Basiswert (Versicherungssumme 1914) umgerechnet und dann mit einem Preisfaktor multipliziert, der in jedem Jahr angepasst wird.

Auf diese Art und Weise kann man sich wenigstens vor Unterversicherung aufgrund von Preissteigerungen schützen. Die größte Gefahr bei dieser Variante besteht jedoch gleichzeitig darin, dass der Neubauwert zu Beginn falsch festgesetzt wurde. Hier sollte man sich umfassend und gut vom Versicherer beraten lassen!