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Archiv für März, 2011

Wohngebäudeversicherung: Elementarschäden bald eingeschlossen?

30. März 2011 Keine Kommentare
Hochwasser by wikimedia Torsten Bätge Wohngebäudeversicherung: Elementarschäden bald eingeschlossen?

cc by wikimedia/ Torsten Bätge

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat neue Musterverträge für die Wohngebäudeversicherungen vorgelegt. Diese sind für die Versicherer nicht verbindlich, die meisten halten sich aber in der Regel an die Vorschläge des GDV. Laut diesen neuen Bedingungen soll die Wohngebäudeversicherung in Zukunft auch Elementarschäden abdecken.

Hausbesitzer müssen bisher separat eine Versicherung gegen Elementarschäden wie beispielsweise Hochwasser abschließen. Dies ist wohl künftig nicht mehr nötig. Die Höhe der Beiträge für die Wohngebäudeversicherung richtet sich unter anderem nach dem Gebiet, in dem das Haus steht, sprich liegt es in einer Risikozone oder nicht.

So können Menschen, die in Regionen leben, in denen es häufiger zu Naturkatastrophen kommen kann, keine Versicherung gegen Elementarschäden abschließen. Dies betrifft laut dem GDV mit den neuen Bedingungen nur noch 1,5% der Haushalte. Hierbei liegen die Häuser überwiegend, in stark hochwassergefährdeten Gebieten.

In solchen Fällen rät der GDV sich mit der Versicherer in Verbindung zu setzen und eventuell einen individuellen Versicherungsschutz auszuhandeln. Hierbei muss man aber mit höheren Beiträgen und einer hohen Selbstbeteiligung im Schadensfall rechnen.

Wohngebäudeversicherung übernimmt eventuell Schäden an Abwasserrohren

23. März 2011 Keine Kommentare
Wasserleitung by flickr hodgers Wohngebäudeversicherung übernimmt eventuell Schäden an Abwasserrohren

cc by flickr/ hodgers

In Deutschland müssen bis zum 31.12.2015 alle Grundstücksentwässerungsanlagen überprüft werden, ob sie noch dicht und intakt sind. Sind die Schächte und Leitungen defekt, müssen die Schäden sofort vom Haus- und Grundstückseigentümer beseitigt werden, ansonsten kann dies als Gewässerverunreinigung gewertet werden und man macht sich strafbar.

Der Verbraucherschutzverein „Wohnen im Eigentum“ weist jedoch darauf hin, dass unter Umständen die Wohngebäudeversicherung für die Kosten der Reparatur aufkommen kann. Hausbesitzer sollten daher unbedingt ihre Police überprüfen und nachsehen, ob eine „erweiterte Versicherung von Ableitungsrohren auf dem versicherten Grundstück“ bestehe.

Ist dies der Fall, dann seien Schäden an den Entwässerungsanlagen mit versichert. In diesem Fall übernimmt dann die Wohngebäudeversicherung Bruchschäden, die zum Beispiel durch Forst und Co. entstanden sind. Für Verschleißerscheinungen muss der Kunde jedoch selbst aufkommen, denn diese werden von der Versicherung normalerweise nicht getragen. Zudem solle man die Versicherungssumme überprüfen, da diese in manchen Fällen begrenzt ist und gegen einen Aufpreis erhöht werden kann. Wer interessiert ist, kann auch Ratgeber und Bücher zum Thema kostenlos online lesen.