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Wohngebäudeversicherung: Sturmschäden an Grundstücksmauer nicht pauschal abgedeckt

Mauer by geograph Brian Robert Marshall Wohngebäudeversicherung: Sturmschäden an Grundstücksmauer nicht pauschal abgedeckt

cc by geograph/ Brian Robert Marshall

Für Laien ist es oft nicht gleich zu erkennen, welche Bauten auf dem eigenen Grundstück unter den Schutz der Wohngebäudeversicherung fallen. Das Oberlandesgericht Koblenz hat sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigt, ob Schäden an einer Grundstücksmauer pauschal Teil des Schutzes der Wohngebäudeversicherung sind.

In dem konkreten Fall hatte ein Sturm zwei Fichten im Garten eines Versicherten umgestürzt. Diese waren auf die Grundstücksmauer gefallen und hatten sie beschädigt. Die Wohngebäudeversicherung weigerte sich für den Schaden aufzukommen, da die Mauer, die das Grundstück umgibt, nicht vom Versicherungsschutz eingeschlossen werde.

Das Landgericht Trier hatte zunächst dem Versicherten Recht gegeben, was jedoch die Richter des Oberlandesgerichts Koblenz anders sahen. Sie wiesen die Klage des Versicherten ab und urteilten, dass eine Mauer eher ein Zubehör eines Grundstücks sei wie zum Beispiel ein Gartenhaus oder ein Schuppen. Diese Dinge seien nicht automatisch mitversichert. Es ist jedoch möglich, sie nach Absprache mit dem Versicherer in die Police aufnehmen zu lassen. Wer seinen Schutz also auf solche Bauten im Garten erweitern möchte, sollte sich mit seinem Wohngebäudeversicherer in Verbindung setzen.

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